
Ich fahre seit über zwanzig Jahren nach Donostia-San Sebastián. Inzwischen verbringe ich mehr als drei Monate im Jahr dort. Nicht als Reisender, der eine Liste abarbeitet, sondern als jemand, der die Stadt im Januar bei Sturm genauso kennt wie im August, wenn sie aus allen Nähten platzt.
Ich bin Christian Fenske, Weinhändler und Foodblogger. Auf Gozatu! – baskisch für „Genieße!“ – schreibe ich über das Essen und Trinken in Donostia-San Sebastián und im Baskenland. Alles, was hier steht, habe ich selbst gesehen, gegessen und getrunken.
Wie ich auswähle, worüber ich schreibe
Nach über zwanzig Jahren kenne ich vor Ort fast alles. Trotzdem kommen jedes Jahr viele neue Adressen dazu, denn die Gastronomieszene in Donostia ist ständig in Bewegung. Ein wesentlicher Grund dafür ist das Basque Culinary Center: Dessen Absolventen starten in der Stadt ihre eigenen Projekte, und das verändert die Szene Jahr für Jahr.
Was bei mir im Blog landet, kommt aus drei Richtungen: Orte, die ich seit Jahren kenne und immer wieder besuche. Empfehlungen von Einheimischen. Und Zufallsfunde beim Vorbeigehen. Besonders wichtig sind mir dabei die Nachbarschaftsbars. Dort ist es authentisch und lecker – die Einheimischen wissen, was wirklich gut ist. Deshalb stehen auf Gozatu! eine Tresenbar in Egia und ein Drei-Sterne-Haus am Monte Igueldo nebeneinander.
Ein Punkt, der oft missverstanden wird: Das Baskenland ist nicht wegen des Tourismus ein Ziel für Genießer geworden. Es ist eines, weil die Basken selbst das Essen in allen Facetten zelebrieren – in den Txokos, auf unzähligen Festen, das ganze Jahr über. Der Tourismus ist die Folge, nicht die Ursache.
Unabhängigkeit: Ich zahle alles selbst
Jede Rechnung, jede Übernachtung, jede Anreise – seit über zwanzig Jahren und ausnahmslos aus eigener Tasche. Auf Gozatu! gibt es keine bezahlten Inhalte, keine Press Trips und keine Gegenleistung für eine Empfehlung. Wenn ein Lokal hier steht, dann weil es mich überzeugt hat.
Wie ich aktualisiere – und was ich stehen lasse
Meine Favoriten besuche ich immer wieder, und was mir am besten gefällt, verschiebt sich mit der Zeit. Bei Beiträgen, die ich nach einem erneuten Besuch überarbeite, steht das Datum des letzten Besuchs im Text.
Erfahre ich, dass ein Lokal geschlossen hat, ändere ich den Beitrag – aber ich nehme ihn nicht von der Seite. Die Vergangenheit einer Stadt gehört zu ihr, und wer wissen möchte, was es einmal gab, findet es hier.
Dass ein Haus wirklich nachgelassen hätte, habe ich in Donostia bisher nicht erlebt. In dieser Stadt wird auf Qualität gesetzt: Wer nicht abliefert, hat in dieser Gastronomieszene keine Chance zu überleben.
Fotos und Illustrationen: Wer was gemacht hat
Auf Gozatu! gibt es zwei Arten von Bildern, und die Regel dahinter ist einfach: Jedes Foto ist eine eigene Aufnahme – vom Pintxo auf der Theke über die Gasträume bis zur Bucht im Januar. Ich fotografiere selbst, vor Ort, ohne Bildagentur. Jede Illustration dagegen ist KI-generiert – also jedes gezeichnete Motiv, etwa die Titelbilder meiner Serie über die Geschichte der Basken. Illustrationen stehen nie dort, wo ein Bild einen realen Ort, ein Gericht oder eine Situation belegen soll. Dafür sind ausschließlich meine eigenen Fotos da.
Kontakt
Fragen, Hinweise, ein Tipp aus Donostia, den ich noch nicht kenne? Über eine Nachricht freue ich mich: Kontakt & Service. Wer regelmäßig von mir hören möchte, findet hier den Gozatu!-Newsletter.
Zuletzt aktualisiert: September 2026
