Wenn man nach einer langen Wanderung ein gewisses Hüngerchen erspürt und man erfolglos nach einem freien Platz jagend durch Hondarribia fegt, ist es gut wenn man leicht frustriert aber positiv gestimmt in dem Bar-Bereich des Restaurantes Alameda einfach einmal nach einer Essmöglichkeit fragt. Die flehentlichen Stoßgebete zum griechischen Gott Dionysos werden erhört und es wird einem ein freier Platz auf der wunderschönen Terrasse des Alameda angeboten. Dem alten Bekannten und großartigen Sommelier Stefan Rosales wird freie Hand bei der Weinauswahl gewährt und die Küche soll reichen, was die Saison so hergibt. Ein guter Plan mit rauschendem Ergebnis. So geht Gastfreundschaft, so geht Genuss.

Alameda auf einen Blick
- Küche: Zeitgenössische baskische Küche, „Cocina del Bidasoa“, saisonal und lokal
- Auszeichnungen: 1 Michelin-Stern (seit 1997), 2 Repsol-Sonnen
- Familie: Txapartegi, 3. Generation – Küchenchef Gorka Txapartegi
- Preisklasse: €€€ (Degustationsmenü 150 €)
- Lage: Minasoroeta 1, am Rand der Altstadt an der Bidasoa
- Gegründet: 1942, in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert
- Ideal für: Sterneküche in entspannter Atmosphäre, Terrasse, große Weinauswahl
- Weinkeller: rund 400 Referenzen aus 25 Herkunftsgebieten; Sommelier Mikel Txapartegi
- Reservierung: für das Restaurant empfohlen (die Taberna nimmt keine Reservierungen)
Geschichte: seit 1942 an der Bidasoa
Das Alameda wurde 1942 von Julia Ruiz de Arbulo und Tomás Lizaso gegründet – in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert am Ufer der Bidasoa, dort wo Hondarribia in die Altstadt übergeht. Aus einer traditionellen Taverne mit Speisesaal wurde über Jahrzehnte eine der festen kulinarischen Größen des baskischen Grenzstädtchens. Der Leitsatz der Gründerin gilt bis heute: je kürzer der Weg von der Erde zum Herd, desto besser.
1997 wurde das Restaurant erstmals mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, den es seither ununterbrochen hält. 2017, zum 75-jährigen Bestehen, verlieh die Stadt Hondarribia dem Haus die „Insignia de Oro“ – die Goldene Ehrennadel für seinen Beitrag zur Gastronomie der Region.
Die Macher: Familie Txapartegi in dritter Generation
Heute führen die drei Brüder Txapartegi das Alameda – Enkel der Gründer, dritte Generation. In der Küche steht Gorka Txapartegi (Jahrgang 1969), der das Haus seit 1991 kulinarisch prägt. Er lernte unter anderem bei Hilario Arbelaitz im Zuberoa (Oiartzun) und bei Martín Berasategui. 1997 wurde er spanischer Meister der jungen Köche – im selben Jahr kam der erste Stern. 2010 kürte ihn die Baskische Akademie für Gastronomie zum Koch des Jahres.
An seiner Seite arbeiten die Brüder Kepa (Küche) und Mikel (Service und Weinkeller). Mikel Txapartegi verantwortet als Sommelier eine Bodega mit rund 400 Referenzen aus 25 Herkunftsgebieten. Über das Restaurant hinaus betreibt die Familie die Taberna Alameda für die entspanntere Runde sowie den Eventraum Sutan im Weingut Hiruzta.
Die Küche: Cocina del Bidasoa
Die Karte des Alameda folgt der Saison und der unmittelbaren Umgebung: Gemüse, Fisch und Fleisch stammen so weit wie möglich aus dem Bidasoa-Txingudi-Gebiet und von kleinen Erzeugern rund um Hondarribia. „Küche soll reichen, was die Saison so hergibt“ – genau dieser Plan ging bei unserem Besuch im Mai auf.








Atmosphäre & Terrasse
Innen empfängt ein eleganter, heller Speiseraum, draußen lockt die Terrasse mit Blick ins Grüne – genau der Ort, an dem sich nach langer Wanderung ein spontaner freier Platz auftat. Das Alameda verbindet Sterneküche mit der Unaufgeregtheit eines Familienhauses: hier steht der Genuss im Vordergrund, nicht die Inszenierung.

Wein & Service
Der Weinkeller des Alameda umfasst rund 400 Referenzen aus 25 Herkunftsgebieten – ein Schwerpunkt liegt naturgemäß auf der nahen Rioja, doch die Auswahl reicht weit darüber hinaus, bis zu den baskischen Weißweinen und dem spritzigen Txakoli der Küste. Bei unserem Besuch bekam der alte Bekannte und Sommelier Stefan Rosales freie Hand bei der Weinbegleitung – abgestimmt auf das saisonale Menü.
🗣️ Mein Eindruck vor Ort
Erbsen und Spargel wie von einer anderen Welt. Kokotxas und Bohnen einzigartig. Und der Rest einfach nur wunderbar.
Ein spontaner Tisch auf der wunderschönen Terrasse, freie Hand für Sommelier Stefan Rosales und die Küche, ein Menü ganz nach Saison – ein rundum wunderbarer Besuch.
Besuch: 24. Mai 2026
Praktische Infos & Kontakt
📍 Restaurante Alameda
Calle Minasoroeta 1
20280 Hondarribia
Gipuzkoa · Spanien
☎️ +34 943 64 27 89
🌐 www.restaurantealameda.net
🕐 Öffnungszeiten
| Montag | Geschlossen |
| Dienstag | Geschlossen |
| Mittwoch | 12:00 – 15:30 Uhr & 19:30 – 23:00 Uhr |
| Donnerstag | 12:00 – 15:30 Uhr & 19:30 – 23:00 Uhr |
| Freitag | 12:00 – 15:30 Uhr & 19:30 – 23:00 Uhr |
| Samstag | 12:00 – 15:30 Uhr & 19:30 – 23:00 Uhr |
| Sonntag | 12:00 – 15:30 Uhr |
⚠️ Ruhetage: Montag und Dienstag. Reservierung fürs Restaurant empfohlen – über restaurantealameda.net oder telefonisch unter +34 943 64 27 89.
🗺️ Lage & Anfahrt
Das Alameda liegt in der Calle Minasoroeta, am Rand der Altstadt von Hondarribia nahe der Bidasoa. Von San Sebastián sind es rund 25 Minuten mit dem Auto, Parkmöglichkeiten gibt es in der Nähe.
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Häufige Fragen zum Restaurante Alameda
Hat das Restaurant Alameda in Hondarribia einen Michelin-Stern?
Ja. Das Alameda hält seit 1997 durchgehend einen Michelin-Stern, dazu zwei Repsol-Sonnen. Küchenchef ist Gorka Txapartegi.
Wer kocht im Restaurante Alameda?
Die Küche führt Gorka Txapartegi in dritter Generation, gemeinsam mit seinen Brüdern Kepa (Küche) und Mikel (Service und Sommelier). Die Familie leitet das Haus seit 1991.
Wo liegt das Restaurante Alameda?
Das Alameda liegt in der Calle Minasoroeta 1 in 20280 Hondarribia, am Rand der Altstadt nahe dem Fluss Bidasoa – rund 25 Minuten von San Sebastián.
Was kostet ein Essen im Alameda?
Das Degustationsmenü kostet aktuell rund 150 Euro pro Person, ohne Wein. Ergänzend gibt es eine Karte mit à-la-carte-Gerichten.
Muss man im Alameda reservieren?
Für das Restaurant ist eine Reservierung empfohlen, gerade am Wochenende und im Sommer. Die Taberna (Bar) nimmt keine Reservierungen an. Ruhetage sind Montag und Dienstag.
Über den Autor
Christian ist Weinhändler und Foodblogger. Auf Gozatu! schreibt er über gutes Essen und Trinken in Donostia-San Sebastián und dem Baskenland – mit Leidenschaft und Seele, immer aus erster Hand vor Ort. Mehr über Christian →


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