San Sebastián ist im Sommer wunderschön – im Winter ist es ehrlich. Keine Warteschlangen vor den Pintxos-Tresen der Parte Vieja, kein Kampf um den letzten Tisch, dafür Einheimische, die nach Feierabend in ihre Stammbar gehen. Dazu ein Weihnachtsmarkt am Urumea, am 20. Januar ein Trommelfest, das die ganze Stadt 24 Stunden lang wachhält, und ab Januar die Sidra-Saison in den Sagardotegia im Umland. Wer die Stadt so sehen will, wie sie wirklich ist, kommt zwischen Dezember und Februar: Die Grundlagen liefert der San Sebastián Reiseführer, den Winterplan dieser Beitrag – und für die Fahrten ins Umland hilft der Überblick über die Tagesausflüge von San Sebastián.
San Sebastián im Winter auf einen Blick
- Dauer: 3 bis 4 Tage für die Stadt, 5 Tage mit Ausflügen ins Umland
- Beste Zeit: Dezember bis Februar – der 20. Januar ist der intensivste Tag des Jahres
- Budget: deutlich günstiger als im Sommer; einzige Ausnahme sind die Nächte um den 20. Januar
- Für wen: Wiederholungstäter, Feinschmecker und alle, die Donostia ohne Gedränge erleben wollen
- Höhepunkte: Tamborrada (20. Januar), Feria de Santo Tomás (21. Dezember), Gabonetako Azoka, Txotx-Saison
- Wetter: mild und feucht, nach meiner Erfahrung meist 8 bis 14 °C, praktisch nie Schnee
- Anreise: Flughafen Bilbao mit Bus, Bahn aus Frankreich und Spanien; mit dem Auto gilt im Zentrum die Umweltzone
Das Wetter: eine ehrliche Einschätzung
Das Baskenland regnet. Das ist keine Warnung, das ist ein Versprechen. Wer im Winter nach Donostia reist und eine Woche Sonnenschein erwartet, wird enttäuscht sein. Wer eine wasserdichte Jacke einpackt und die Sache sportlich nimmt, hat eine der schönsten Städte Europas weitgehend für sich allein.
Die Temperaturen sind mild. Bei meinen Winterbesuchen lag das Thermometer fast immer zwischen 8 und 14 °C. Schnee in der Stadt selbst ist so selten, dass die Donostiarras darüber reden, als wäre es ein Naturwunder. Und der Regen? Hat durchaus Charme, wenn man ihn von innen aus einer Pintxos-Bar beobachtet, ein Glas Txakoli in der Hand.

Wie sich die drei Wintermonate voneinander unterscheiden, zeigt die Übersicht – jeder hat seinen eigenen Charakter und seine eigenen Feste.
| Monat | Höhepunkte | Charakter |
|---|---|---|
| Dezember | Feria de Santo Tomás (21.), Gabonetako Azoka, Olentzero (24.) | Weihnachtsstimmung, fast keine Touristen |
| Januar | Tamborrada (20.), Beginn der Txotx-Saison | der intensivste Monat des Jahres |
| Februar | Caldereros, Iñudeak eta Artzaiak, Santa Águeda, Karneval | traditionsreich und ausgelassen |
21. Dezember: Feria de Santo Tomás – die Stadt wird zum Bauernmarkt
Bevor der Winter richtig anfängt, gibt es am 21. Dezember einen Vorgeschmack auf das Beste der baskischen Kultur: die Feria de Santo Tomás. An diesem Tag verwandelt sich San Sebastián in einen riesigen ländlichen Markt. Die unangefochtene Protagonistin ist die Chistorra.
Das Konzept ist denkbar einfach: Die Bauern der Umgebung, die Baserritarras, kamen traditionell an diesem Tag in die Stadt, um ihre Jahrespacht zu bezahlen und bei der Gelegenheit ihre besten Produkte zu verkaufen. Heute tragen viele Einheimische noch immer das traditionelle Bauernkostüm, auf der Plaza de la Constitución thront ein mächtiges Duroc-Schwein, und überall in der Stadt duftet es nach Chistorra vom Grill.
Das klassische Trio des Tages: Talo (Maisfladen), Chistorra und Sidra. Dazu Käse, Honig, Gemüse, Txakoli und alles, was ein guter baskischer Caserío hergibt. Wer den 21. Dezember in Donostia verbringt, versteht an einem einzigen Nachmittag mehr über baskische Kultur als in manchem Reiseführer. Wer danach noch Hunger hat, findet in der Parte Vieja die dichteste Barlandschaft der Stadt.
Ende November bis 6. Januar: Gabonetako Azoka – der Weihnachtsmarkt
Der Gabonetako Azoka läuft nach Angaben des Veranstalters vom 28. November bis zum 6. Januar und verteilt sich auf zwei Hauptorte: den Paseo de Francia am Urumea-Ufer und die Plaza Ramón Labayen, beide in Sichtweite des Hotel María Cristina. Holzhütten, Kunsthandwerk, lokale Erzeuger, Musik.

Die Atmosphäre erinnert an Wien oder München, aber mit mehr Meeresluft und ohne Glühwein. Stattdessen gibt es Txakoli, lokale Liköre und baskisches Kunsthandwerk. Wer nach Mitbringseln sucht, die nicht in jedem Souvenirladen liegen, wird hier eher fündig als am Boulevard.
Was den Winter zusätzlich prägt, ist die Beleuchtung: Lichtbögen und geschmückte Fassaden ziehen sich vom Zentrum bis in die Wohnviertel, das Rathaus und der Palacio Miramar werden eigens illuminiert. Ein Abendspaziergang vom Boulevard über die Zurriola-Brücke nach Gros und zurück kostet nichts und ist einer der schönsten Programmpunkte der Saison.

Auch das Rathaus am Alderdi Eder gehört zur Route – im Winter ist es regelmäßig Kulisse für Lichtprojektionen und die großen Termine der Stadt.

Zwei Attraktionen gehören fest dazu, liegen aber nicht am selben Ort: Am Paseo de Francia steht eine Natureisbahn von 10 × 30 Metern, und im Park Alderdi Eder direkt an der Concha dreht sich ein Riesenrad von 32 Metern Höhe mit 24 halbgeschlossenen Kabinen, das nach Angaben des baskischen Kulturportals kulturklik.euskadi.eus bis Ende Januar stehen bleibt. Der Blick auf die nächtlich beleuchtete Bucht von oben ist einer dieser Momente, für die man keine Worte braucht.

24. Dezember: Olentzero und Mari Domingi
Während der Rest der Welt auf den Weihnachtsmann wartet, hat das Baskenland seine eigene Lösung: Olentzero, einen bärtigen Köhler vom Land, und Mari Domingi in traditioneller Tracht. Am 24. Dezember steigen die beiden symbolisch vom Monte Urgull herab und ziehen im Umzug durch die Straßen. Den Abschluss der Weihnachtszeit bildet am 6. Januar der Dreikönigsumzug – San Sebastián feiert beides und findet das völlig normal.

20. Januar: Tamborrada – der Grund, warum du den Flug buchst
Es gibt Feste, über die man redet. Und es gibt die Tamborrada. Man muss sie einmal erlebt haben, um zu verstehen, warum Menschen jedes Jahr eigens für einen einzigen Tag nach San Sebastián reisen.
Am 20. Januar, dem Día de San Sebastián, beginnt um Punkt Mitternacht auf der Plaza de la Constitución das Hissen der Stadtflagge. Diese Izada ist nach Angaben von Donostia Kultura seit 1935 Sache der Tamborrada Gaztelubide, die dazu die Marcha de San Sebastián von Raimundo Sarriegi spielt. Was danach folgt, sind 24 Stunden Trommeln und Fassschlagen – bis die Sociedad Unión Artesana die Flagge am Ende des Tages wieder einholt.

Wie groß das Ganze ist, zeigt eine einzige Zahl: Nach Angaben der Stadt Donostia sind 167 Tamborradas unterwegs, verteilt über sämtliche Stadtteile – allein 32 im Centro, 30 im Antiguo, 26 in der Parte Vieja und 25 in Gros, jede mit eigener Startzeit und eigener Route. Deshalb gibt es in diesen 24 Stunden keinen ruhigen Moment. Mittags zieht zusätzlich die Kinder-Tamborrada vom Rathaus aus durch die Innenstadt.

Wer zum ersten Mal dabei ist: Die Izada auf der Plaza de la Constitución ist der emotionalste Moment, aber auch der vollste. Wer es ruhiger mag, folgt einfach im Lauf der Nacht einer beliebigen Gruppe durch die Gassen – das ist näher dran und mindestens so eindrucksvoll.

Februar: Caldereros, Iñudeak eta Artzaiak und Santa Águeda
Der Februar bringt in kurzer Folge drei Traditionen, die außerhalb des Baskenlands kaum jemand kennt – und die zusammen die Karnevalssaison eröffnen.
Caldereros (erster Samstag im Februar)
Hunderte Teilnehmer in bunten Kostümen ziehen durch die Altstadt und schlagen auf Töpfe, Pfannen und Eimer – eine Hommage an die wandernden Kesselflicker, die einst durch die Stadt zogen. Die Caldereros eröffnen offiziell die Karnevalssaison.
Iñudeak eta Artzaiak (Sonntag nach den Caldereros)
Tags darauf: Männer als Ammen verkleidet, Frauen als Hirten, dazu Folkloremusik – ein Umzug, der so skurril ist, dass er schon wieder Sinn ergibt. Einer jener Momente, in denen man merkt, dass das Baskenland eine ganz eigene Logik hat.
Santa Águeda (4./5. Februar)
In der Nacht vor dem Fest der Heiligen Águeda ziehen Chöre durch die Viertel und singen traditionelle Lieder. Den Rhythmus schlagen sie mit langen Holzstöcken auf den Boden – ein archaischer Klang, der durch die nächtlichen Gassen hallt.
Karneval (Februar oder März)
Den Abschluss bildet der Donostiarra-Karneval mit Kostümzügen, Musikgruppen und dem Begräbnis der Sardine. Das genaue Datum richtet sich nach dem Ostertermin und verschiebt sich jedes Jahr.
Ab Januar: Sidra-Saison – Txotx!
Ab Januar öffnen die Sagardotegia, die traditionellen Apfelweinereien im Umland, zur Txotx-Saison. Das Ritual: Der Ausruf „Txotx!“ signalisiert, dass frischer Sidra direkt aus dem Holzfass gezapft wird. Man hält sein Glas schräg unter den Strahl, probiert, beurteilt. Dazu gibt es ein festgelegtes Menü – Omelette mit Bacalao, gebratener Bacalao, Txuleta, Käse mit Quitte und Walnüssen. Mehr braucht es nicht.
Die bekanntesten Häuser liegen in Astigarraga im Urumea-Tal, gut erreichbar mit dem Bus. Für die Saison gilt: unbedingt vorab reservieren, an Wochenenden sind die großen Häuser oft Wochen im Voraus ausgebucht.
Kultur im Winter: Museen ohne Warteschlange
Der Winter ist die Jahreszeit, in der die Innenräume der Stadt ihre Stärke ausspielen. Drei Adressen lohnen sich besonders – und alle drei sind zwischen Dezember und Februar erfreulich leer.
San Telmo Museoa
Für mich das stärkste Museum der Stadt – und im Winter ohne Wartezeit. Die Dauerausstellung zur baskischen Geschichte und Kultur in Kombination mit der modern erweiterten Klosterarchitektur ist schon für sich sehenswert. Alle Details stehen im Beitrag zum San Telmo Museum.
Kutxa Fundazioa Kubo im Kursaal
Das Kursaal-Gebäude von Rafael Moneo ist ohnehin eine der markantesten Architekturen der Stadt – zwei milchig-weiße Würfel, die wirken, als wären sie an die Flussmündung gespült worden. Im Inneren zeigt die Sala Kutxa Fundazioa Kubo wechselnde Ausstellungen. Das aktuelle Programm steht auf kutxafundazioa.eus.

Tabakalera
Die ehemalige Tabakfabrik in Egia ist heute Kulturzentrum, Bibliothek und Ausstellungshaus – und einer der besten Regentagsorte der Stadt. Der Blick von der Dachterrasse ist auch bei tiefhängenden Wolken lohnend, wie der Beitrag zur Tabakalera zeigt.
Was sonst noch geht im Winter
Zwischen den Festterminen bleibt genug Zeit für das, was Donostia im Winter sonst noch zu bieten hat – draußen wie drinnen.
Schlittschuhlaufen
Während des Weihnachtsmarkts gibt es die Natureisbahn am Paseo de Francia. Wer auch im übrigen Winter aufs Eis möchte, findet im Palacio de Hielo Txuri-Urdin neben dem Anoeta-Stadion eine überdachte Halle. Zeiten und Preise vorab auf der Website des Betreibers prüfen, sie richten sich nach dem Trainingsbetrieb der Vereine.
Zurriola im Winter
Surfer wissen es längst: Die Wellen an der Zurriola sind im Winter am besten. Bei Nordwestswell brechen hier Wellen, für die Profis aus ganz Europa anreisen. Und selbst wer nicht ins Wasser geht, hat von der Promenade in Gros das bessere Schauspiel als im August. Welche Strände sich sonst lohnen, steht im Überblick über die schönsten Strände in und um San Sebastián.
Monte Igueldo und Peine del Viento
Die historische Standseilbahn auf den Monte Igueldo fährt auch im Winter, die aktuellen Zeiten sollte man vorher prüfen. Der Blick über die Bucht bei tiefhängenden Wolken ist anders als im Sommer: dramatischer, weiter, echter. Am Fuß des Bergs liegt der Peine del Viento von Eduardo Chillida – bei Sturm der eindrucksvollste Ort der Stadt.

Tagesausflüge
Hondarribia mit mittelalterlicher Altstadt und Fischerviertel, Getaria als Heimat des Txakoli, Pasaia mit seiner engen Hafenbucht oder Bilbao mit dem Guggenheim – im Winter sind alle vier ohne Gedränge zu haben. Welche Ziele sich wie erreichen lassen, steht gesammelt bei den Tagesausflügen von San Sebastián.
Essen im Winter: die bessere Jahreszeit
Die baskische Küche verändert sich im Winter – eindeutig zum Guten. Auf den Pintxos-Tresen erscheinen herzhafte, wärmende Varianten: Pilzcremes, gefüllte Paprika mit Bacalao, Morcilla auf Talo. In den Restaurants dominieren Schmorgerichte und Suppen.
Winterklassiker: Marmitako, der Thunfisch-Kartoffel-Eintopf der Fischer. Bacalao al pil-pil, langsam emulgiert, intensiv, warm. Pochas, weiße Bohnen mit Wurst oder Meeresfrüchten. Dazu ein Glas Rioja statt Txakoli – im Winter die naheliegendere Wahl.
Ein Platz am Tresen von Ganbara im Januar ist so selbstverständlich, wie er im August undenkbar wäre. Dasselbe gilt für La Espiga oder Casa Urola. Die klassische Runde durch die Altstadt funktioniert im Winter deutlich entspannter – wie sie abläuft, steht im Beitrag zum Txikiteo. Auch die Tische in den bekannten Restaurants der Stadt sind jetzt ohne wochenlangen Vorlauf zu bekommen.
Anreise und Auto im Winter
Wer mit dem Flugzeug kommt, landet meist in Bilbao und fährt mit dem Bus weiter; aus Frankreich und Spanien ist Donostia mit der Bahn erreichbar. Wer mit dem eigenen Auto anreist, sollte zwei Dinge vorher regeln – beide betreffen ausländische Kennzeichen besonders.
Umweltzone: Voranmeldung statt Plakette
Seit 2025 gilt im Zentrum von Donostia eine Umweltzone (ZBE). Kontrolliert wird ausschließlich per Kennzeichenkamera – eine Plakette an der Scheibe hat hier keinerlei Wirkung. Ausländische Fahrzeuge brauchen stattdessen eine Online-Voranmeldung, die sogenannte declaración responsable, die über das Portal der Stadt unter donostia.eus eingereicht wird. Das gilt ausdrücklich auch für Hybride und Elektrofahrzeuge.
In der laufenden Phase betrifft die Regelung ausländische Pkw und Transporter ab Erstzulassung 1. Januar 2006 sowie Motorräder ab 1. Januar 2004. Wer ohne Registrierung in die Zone fährt, riskiert nach Angaben des Automobilclubs RACE ein Bußgeld von bis zu 200 Euro. Die Anmeldung dauert wenige Minuten und sollte vor der Abfahrt erledigt sein.
Parken: die OTA-Zonen verstehen
Die farbigen Bodenmarkierungen der städtischen Parkraumbewirtschaftung stehen nicht für Nutzergruppen, sondern für Tarifstufe und Höchstparkdauer. Blau-orange markiert die teuerste Stufe im Zentrum mit meist 90 Minuten Höchstdauer, grün die günstigste und längste Stufe mit drei bis neun Stunden, etwa in Amara Nuevo jenseits der Pío XII, in Sagües, Igara oder im Antiguo. In den zentralen Sektoren gilt die Gebührenpflicht werktags etwa von 9:00 bis 13:30 und von 15:30 bis 20:00 Uhr, samstags abweichend; sonntags und feiertags ist das Parken überwiegend kostenlos.
Am entspanntesten ist es, das Auto ganz stehen zu lassen: Der kostenlose Park-and-Ride-Parkplatz Illunbe liegt außerhalb der Umweltzone, von dort geht es mit dem Bus in die Innenstadt. Für einen Winteraufenthalt ist das die Variante, die Nerven und Geld spart.
🗣️ Mein Eindruck vor Ort
Ich habe Donostia im Sommer und im Winter erlebt, und ich komme immer wieder auf dasselbe Fazit: Der Winter ist die ehrlichere Jahreszeit. Wer im Januar an einem Dienstagabend in eine Bar in Gros geht, steht zwischen Leuten, die nach der Arbeit auf ein Glas vorbeikommen – nicht zwischen Reisegruppen. Der Wirt hat Zeit für ein Gespräch, und man bekommt Dinge erklärt, die im August niemand erklärt.
Die Tamborrada war für mich der Moment, in dem ich verstanden habe, warum diese Stadt so an sich selbst hängt. Es ist kein Fest für Besucher. Es ist ein Fest, bei dem Besucher zufällig zuschauen dürfen. Genau das macht es so gut.
Und der Regen? Gehört dazu. Wer eine vernünftige Jacke einpackt, merkt schnell, dass ein Sturm an der Zurriola sehenswerter ist als ein voller Strandtag. Meine ehrliche Empfehlung: nicht im Sommer zum ersten Mal kommen, sondern im Januar.
📋 Praxistipps
Kleidung: Wasserdichte Jacke, festes Schuhwerk, Schichten. Die Einheimischen benutzen kaum einen Schirm – entweder aus Stolz oder weil sie wissen, dass er sowieso umkippt.
20. Januar: Hotel so früh wie möglich buchen, die Stadt ist an diesem Termin ausgebucht. Zwei Nächte einplanen – nach einer durchgetrommelten Nacht will niemand am Morgen abreisen.
Reservieren: Restaurants sind im Winter entspannt, die Sagardotegia zur Txotx-Saison dagegen nicht. Für Wochenenden im Januar und Februar rechtzeitig anfragen.
Öffnungszeiten: Manche Häuser legen ihre Betriebsferien in den Januar oder Februar. Vor dem Weg dorthin kurz auf der jeweiligen Website oder bei Google nachsehen.
Auto: Umweltzone vorher online anmelden, Auto möglichst am Park-and-Ride Illunbe stehen lassen und mit dem Bus in die Stadt fahren.
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Hondarribia – mittelalterliche Altstadt und Fischerviertel an der Grenze zu Frankreich, im Winter fast menschenleer.
Pasaia – zwei Dörfer an einer engen Bucht, der stimmungsvollste Halbtagesausflug der kalten Monate.
Häufige Fragen zu San Sebastián im Winter
Lohnt sich San Sebastián im Winter wirklich?
Ja, gerade für alle, die die Stadt ohne Touristenmassen erleben wollen. Pintxos-Bars, Restaurants und Sehenswürdigkeiten sind entspannt zugänglich, die Übernachtungspreise liegen außerhalb des 20. Januar deutlich unter dem Sommerniveau, und die Atmosphäre ist so authentisch wie sonst nie im Jahr.
Wann findet die Tamborrada statt und was passiert dort?
Immer am 20. Januar, dem Día de San Sebastián. Um Mitternacht wird auf der Plaza de la Constitución die Stadtflagge gehisst, danach ziehen nach Angaben der Stadt Donostia 167 Trommelgruppen 24 Stunden lang durch sämtliche Stadtteile, bis die Flagge am Ende des Tages wieder eingeholt wird.
Was ist die Feria de Santo Tomás?
Am 21. Dezember verwandelt sich San Sebastián in einen ländlichen Markt. Viele Einheimische tragen das traditionelle Bauernkostüm, auf der Plaza de la Constitución thront ein Duroc-Schwein, und überall gibt es Chistorra, Talo und frischen Sidra.
Was ist die Txotx-Saison?
Ab Januar öffnen die traditionellen Apfelweinereien im Umland. Der Ruf „Txotx!“ bedeutet, dass frischer Sidra direkt aus dem Holzfass gezapft wird. Dazu gibt es ein festes Menü aus Omelette mit Bacalao, gebratenem Bacalao, Txuleta und Käse. Für Wochenenden unbedingt vorab reservieren.
Brauche ich für die Umweltzone eine Plakette?
Nein. Die Umweltzone im Zentrum wird ausschließlich per Kennzeichenkamera kontrolliert, eine Plakette am Fahrzeug hat keine Wirkung. Ausländische Fahrzeuge brauchen stattdessen eine Online-Voranmeldung über das Portal der Stadt unter donostia.eus – auch Hybride und Elektrofahrzeuge.
Über den Autor
Christian ist Weinhändler und Foodblogger. Auf Gozatu! schreibt er über gutes Essen und Trinken in Donostia-San Sebastián und dem Baskenland – mit Leidenschaft und Seele, immer aus erster Hand vor Ort. Mehr über Christian →


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