Im Restaurant Alboka im Stadtteil Gros von Donostia-San Sebastián kochen drei junge Köche – Nacho, Endika und David – eine Küche, in der das Gemüse den Hauptdarsteller gibt und tierisches Eiweiß die Begleitung übernimmt. Alle drei sind Absolventen des Basque Culinary Center. Seit der Eröffnung im Mai 2025 steht das Haus im Michelin- und im Repsol-Guide.
Aktualisiert im September 2026.
Alboka auf einen Blick
- Name: Alboka
- Küche/Konzept: Zeitgemäße Saisonküche mit dem Gemüse im Zentrum, ergänzt um Fisch, Fleisch und Innereien – kein vegetarisches Restaurant
- Stadtteil: Gros
- Küchenteam: Nacho, Endika und David – Absolventen des Basque Culinary Center
- Eröffnet: 10. Mai 2025, in den Räumen einer früheren Bar
- Auszeichnungen: Eintrag im Guide Michelin und im Repsol-Guide
- Preisniveau: €€
- Öffnungszeiten: Mi–Do 13:00–16:30 Uhr, Fr–Sa 13:00–16:30 & 20:00–00:00 Uhr, So 13:00–17:00 Uhr, Mo–Di geschlossen – die Küche schließt jeweils früher
- Adresse: Secundino Esnaola Kalea 50, 20001 Donostia-San Sebastián
- Telefon: +34 636 73 65 35
- Besonderheit: Naturweine, enge Zusammenarbeit mit kleinen lokalen Erzeugern, Essen auch an der Theke
Das Lokal liegt mitten in Gros, in einer früheren Bar. Viel wurde nicht verändert: Man isst im Speiseraum oder an der Theke, das Ganze bleibt bewusst ein Bistro und kein Tempel.

Drei Freunde, ein Bistro im Herzen von Gros
Ignacio – von allen Nacho genannt –, David und Endika lernten sich am Basque Culinary Center kennen. Ursprünglich wollten sie ihr Lokal in Hondarribia eröffnen, fanden dort aber keine passenden Räume und landeten in Donostia. In Gros, sagen sie, hätten sie das Gefühl gehabt, wachsen und eine Gemeinschaft aufbauen zu können.
Am 10. Mai 2025 öffneten sie. Nacho steht als Küchenchef am Herd, die Karte folgt dem, was gerade reif ist. Die Anerkennung kam schnell: Einträge im Guide Michelin und im Repsol-Guide, dazu sehr gute Bewertungen. Die drei gehen damit betont nüchtern um – ihr erklärtes Ziel ist, von ihrem Handwerk leben zu können, nicht Auszeichnungen zu sammeln.
Gemüse im Mittelpunkt – aber kein vegetarisches Restaurant
Hier lohnt eine Klarstellung, weil das Konzept oft missverstanden wird: Alboka ist kein vegetarisches und kein rein pflanzliches Restaurant. Das Team selbst beschreibt seine Küche als pflanzlich, verwöhnt von tierischen Nuancen. Das Gemüse ist der Hauptdarsteller, das tierische Eiweiß die Begleitung – nicht umgekehrt.
Besonders gern arbeitet die Küche dabei mit Innereien. Die Begründung ist handwerklich: Kutteln oder Bries bringen Gelatine und Umami mit, die sich mit Gemüse besser verbinden als ein mageres Filetstück – sie geben dem Gericht Tiefe, ohne dem Gemüse die Hauptrolle zu nehmen. Ein Teller wie Lauch mit Kartoffel in Escabeche und Kabeljau-Kokotxas im Pil-Pil steht seit der Eröffnung fast durchgehend auf der Karte.
Der Rest folgt der Saison: Erbsen, Puffbohnen, Spargel, Artischocke – jedes Gemüse hat seinen Moment. Als Inspiration nennen die drei die Plant-Forward-Bewegung und eine Küche der Erinnerung. Der Guide Michelin hebt als Beispiel eine Kombination aus Boretsch, Judión-Bohnen, Jakobsmuscheln und grüner Sauce hervor.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt der folgende Teller: grüne Bohnen als Basis, dazu eine Veloute vom Schinken und eine Sauce aus Eigelb und Brotkrumen. Das Fleisch liefert Salz, Fett und Würze – gegessen wird die Bohne.

Daneben stehen Gerichte, in denen die tierische Seite deutlicher hervortritt – etwa hausgemachte Tagliatelle mit Lammragout. Das ist die Seite der Karte, die die Küche der Erinnerung meint: vertraute Gerichte, sauber gemacht, ohne Verfremdung.

Naturweine zur Gemüseküche
Zur Karte gehört eine Auswahl an Naturweinen: lebendige, unkomplizierte Flaschen, die zur gemüsebetonten Küche passen. Wer Gemüse ins Zentrum stellt, braucht Weine mit Säure und Zug statt Holz und Wucht – genau in diese Richtung geht die Auswahl.
🗣️ Mein Eindruck vor Ort
Das Alboka hat mich gelehrt, wie viel Gewicht Gemüse auf dem Teller tragen kann, wenn jemand es ernst nimmt. Der Schinken in der Veloute und das Lamm im Ragout sind da – aber sie drängen sich nicht vor, sie würzen. Saisonale Karte, kleine Erzeuger, keine Effekthascherei: ehrlich und durchdacht.
Als Weinhändler hat mich besonders die Naturweinauswahl gefreut: lebendige, unkomplizierte Weine, die zur frischen, gemüsebetonten Küche wie gemacht sind. Für mich ein wunderbarer Beweis, dass Genuss und Nachhaltigkeit im Gros bestens zusammenpassen.
Praktische Infos & Kontakt
📍 Alboka, Secundino Esnaola Kalea 50, 20001 Donostia-San Sebastián | ☎️ +34 636 73 65 35 | 🌐 restaurantealboka.com
🕐 Öffnungszeiten
| Montag – Dienstag | Geschlossen |
| Mittwoch – Donnerstag | 13:00 – 16:30 Uhr (Küche bis 15:30) |
| Freitag – Samstag | 13:00 – 16:30 Uhr (Küche bis 15:30) & 20:00 – 00:00 Uhr (Küche bis 22:30) |
| Sonntag | 13:00 – 17:00 Uhr (Küche bis 15:30) |
⚠️ Küche und Restaurant haben unterschiedliche Zeiten – wer essen will, sollte deutlich vor Ende der Restaurantzeit da sein. Änderungen bitte vor dem Besuch auf restaurantealboka.com prüfen.
🗺️ Lage & Anfahrt
Die Secundino Esnaola Kalea gehört zum Straßenraster von Gros, östlich der Urumea. Vom Zentrum kommt man zu Fuß über die Zurriola- oder die Kursaal-Brücke, danach sind es wenige Straßenzüge landeinwärts – der Zurriola-Strand liegt gleich um die Ecke.
Gros ist flach und kompakt, das Lokal damit von fast überall im Viertel zu Fuß erreichbar. Wer mit dem Auto kommt, sollte einplanen, dass Parkplätze im Viertel knapp sind.
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→ Gros – der Stadtteil hinter dem Zurriola-Strand
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Häufige Fragen zum Alboka in San Sebastián
Ist das Alboka ein vegetarisches Restaurant?
Nein. Das Team beschreibt seine Küche als pflanzlich, verwöhnt von tierischen Nuancen: Das Gemüse ist der Hauptdarsteller, Fisch, Fleisch und Innereien übernehmen die Begleitung. Wer rein vegetarisch essen möchte, sollte das bei der Reservierung ansprechen, statt sich auf das Etikett zu verlassen.
Was für eine Küche serviert das Alboka?
Zeitgemäße Saisonküche mit Gemüse von kleinen lokalen Erzeugern. Die Karte folgt dem Jahresverlauf – Erbsen, Puffbohnen, Spargel, Artischocke. Ein Dauerbrenner ist Lauch mit Kartoffel in Escabeche und Kabeljau-Kokotxas im Pil-Pil. Der Guide Michelin hebt Boretsch mit Judión-Bohnen, Jakobsmuscheln und grüner Sauce hervor.
Wer steht hinter dem Alboka?
Drei Freunde: Nacho, Endika und David, alle drei am Basque Culinary Center ausgebildet. Nacho führt die Küche. Geplant war das Lokal zunächst für Hondarribia, weil sich dort aber keine passenden Räume fanden, eröffneten sie am 10. Mai 2025 stattdessen in Gros.
Wo liegt das Alboka?
Secundino Esnaola Kalea 50, im Stadtteil Gros von Donostia-San Sebastián, in den Räumen einer früheren Bar. Vom Zentrum führt der Weg über die Zurriola- oder Kursaal-Brücke, der Zurriola-Strand liegt wenige Straßenzüge entfernt. Gegessen wird im Speiseraum oder an der Theke.
Wann hat das Alboka geöffnet?
Mittwoch und Donnerstag 13:00–16:30 Uhr, Freitag und Samstag 13:00–16:30 und 20:00–00:00 Uhr, Sonntag 13:00–17:00 Uhr. Montag und Dienstag ist geschlossen. Wichtig: Die Küche schließt früher als das Restaurant, mittags um 15:30 und abends um 22:30 Uhr.
Gibt es im Alboka Naturweine?
Ja. Die Karte bietet eine Auswahl lebendiger, unkomplizierter Naturweine, die auf die gemüsebetonte Küche abgestimmt sind. Statt Holz und Konzentration stehen Säure und Frische im Vordergrund – genau das, was Gerichte mit Gemüse als Hauptdarsteller brauchen.
Ist das Alboka im Guide Michelin?
Ja, das Haus ist im Guide Michelin und im Repsol-Guide gelistet – als Empfehlung, nicht mit einem Stern. Michelin beschreibt es als einfaches Bistro in einer ehemaligen Bar, geführt von drei jungen Partnern mit Ausbildung am Basque Culinary Center.
Über den Autor
Christian ist Weinhändler und Foodblogger. Auf Gozatu! schreibt er über gutes Essen und Trinken in Donostia-San Sebastián und dem Baskenland – mit Leidenschaft und Seele, immer aus erster Hand vor Ort. Mehr über Christian →


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