In der bunten Calle San Pedro im Fischerviertel La Marina von Hondarribia gehört das Sardara zu den modernisierten Adressen der berühmten Pintxo-Straße: feine, kreative Häppchen mit echter Liebe zum Detail und eine schöne Außenterrasse – weniger rummelig als vor dem berühmten Gran Sol ein paar Schritte weiter, aber mindestens genauso gut. Hondarribia ist einer der lohnendsten Tagesausflüge von San Sebastián, alles Weitere zur Stadt selbst steht im San Sebastián Reiseführer. Es lebe das Txikiteo!
Bar Sardara auf einen Blick
- Ort: Calle San Pedro, Barrio La Marina, Hondarribia (Gipuzkoa)
- Art: moderne Pintxo-Bar mit Terrasse, kalte und warme Pintxos, Raciones
- Küche: Cocina de temporada, frischer Fisch aus der Lonja
- Highlights: prämierter „barbalada“-Pintxo, „tako lucas“ (Taco), Austern, Vermut und Txakoli
- Preisniveau: mittel – typisch San Pedro, Pintxos im Txikiteo-Format
- Öffnungszeiten: Di–So ab 11:00, Fr und Sa bis spät, Montag geschlossen
- Adresse: San Pedro Kalea 12, 20280 Hondarribia
- Telefon: +34 843 93 01 91
- Web: restaurantesardara.eus
Sardara: moderner Auftritt in der Calle San Pedro
Das Sardara liegt mitten im Barrio La Marina, dem alten Fischerviertel Hondarribias, dessen bunte Häuser mit ihren grün, blau und rot gestrichenen Balkonen die Calle San Pedro säumen. Diese Straße ist das Herz des baskischen Pintxo-Kults: Hier reihen sich Legenden wie das Gran Sol, Enbata oder Txantxangorri aneinander, und wenn die Sonne herauskommt, füllen sich die Terrassen mit Einheimischen und Gästen bei einem frischen Txakoli. Das Sardara setzt in diesem Umfeld auf einen betont modernen Auftritt: Der Innenraum spielt mit Holz, Stein und Beton, minimalistisch und aktuell. Und während es vor dem berühmten Gran Sol oft dicht gedrängt zugeht, geht es hier eine Spur entspannter zu – bei mindestens ebenso viel Qualität und Sorgfalt.

Der Name: eine Geschichte vom Meer
„Sardara“ ist kein Fantasiename, sondern verweist auf ein Phänomen aus der Fischereitradition Hondarribias. Jeden Herbst kommen die Bonitos (Weiße Thune) an die Wasseroberfläche, um zu fressen, und folgen dabei den Schwärmen von Sardellen und anderen kleinen Fischen. Für die Arrantzales, die Fischer der Cofradía de San Pedro, war die „sardara“ früher entscheidend: An ihr erkannten sie mit bloßem Auge die prächtigsten Thunfische, die zum Fressen auftauchten. Ein Name also, der tief im maritimen Erbe des Viertels verwurzelt ist – passend für eine Bar mitten in der ehemaligen Fischergasse.
Vom Traditionslokal zum renovierten Comeback
Das Lokal blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. An seiner Stelle stand bis 2014 das Restaurant Rafael. Als Sardara machte sich die Bar dann mit ihrer Pintxo-Theke einen Namen und sammelte im Lauf des Jahrzehnts mehrere Auszeichnungen – darunter der Titel für den besten Pintxo des Euskal-Herria-Wettbewerbs 2016 und ein Finalplatz 2014; die erkämpften Txapelas zierten stolz die Wände. Nach guten und schwächeren Phasen schloss das Sardara schließlich seine Türen.
2025 folgte das Comeback: Unter neuer Führung – der Gastronom Natalio, der zuvor das Gaztelumendi zum Erfolg geführt hatte – erhielt das Lokal einen kompletten „lavado de cara“, also eine gründliche Renovierung und Auffrischung. Die Philosophie dahinter ist klar: Das Sardara soll wieder ein Treffpunkt für die Menschen aus Hondarribia sein, nicht nur für Touristen. Heute stehen Cocina de temporada, der Respekt vor dem Produkt und frischer Fisch direkt aus der Lonja im Mittelpunkt – serviert als kalte Theken-Pintxos, warme Pintxos aus der Küche und Raciones. Dazu ein sorgfältig gepflegtes Angebot an Vermut, Txakoli und sogar Craft-Bier der nahen Bidasoa Basque Brewery aus Irun.
Was wir probiert haben
Auf dem Weg zum nächsten Ziel wurde aus einem kurzen Stopp ein doppeltes Wow. Zuerst der Taco mit Schweinefleisch, eingelegten Zwiebeln und Guacamole – knackig, saftig, mit genau der richtigen Säure. Dann ein kalter Pintxo mit Blutwurst, Piquillo-Paprika, gebratenem Padrón-Pfefferschote und einem Wachtelei obenauf: kräftig, rund und mit spürbarer Handschrift. Beides zeigt, worauf es hier ankommt: gute Produkte, sauber gemacht, mit einem kreativen Dreh. Wer den prämierten Signature-Pintxo „barbalada“ ergattert, sollte ohnehin nicht zögern – er ist schnell ausverkauft.


🗣️ Mein Eindruck vor Ort
Ein doppeltes Wow auf dem Weg zum nächsten Ziel: der Taco mit Schweinefleisch, eingelegten Zwiebeln und Guacamole und der Pintxo mit Blutwurst, Piquillo, Padrón-Paprika und Wachtelei – beide mit echter Qualität und Liebe zum Detail. Weniger rummelig als vor dem berühmten Gran Sol ein paar Schritte weiter, aber mindestens genauso gut.
Modernisiert, mit schöner Außenterrasse an der bunten San-Pedro-Straße – genau die Art Bar, an der man auf dem Txikiteo kurz hängen bleibt und dann doch am liebsten den ganzen Abend verbringt. Es lebe das Txikiteo!
Praktische Infos & Kontakt
📍 Bar Sardara
San Pedro Kalea 12
20280 Hondarribia (Gipuzkoa)
+34 843 93 01 91
restaurantesardara.eus
🕐 Öffnungszeiten
| Montag | geschlossen |
| Dienstag | 11:00–01:00 |
| Mittwoch | 11:00–01:00 |
| Donnerstag | 11:00–01:00 |
| Freitag | 11:00–03:00 |
| Samstag | 11:00–03:00 |
| Sonntag | 11:00–01:00 |
Durchgehend Bar, die Küche für die warmen Pintxos hat eigene Zeiten. Für die Terrasse lohnt frühes Kommen, Tische lassen sich unter +34 843 93 01 91 reservieren.
🗺️ Lage & Anfahrt
Zu Fuß: Vom Busbahnhof an der Alameda sind es rund fünf Minuten ins Fischerviertel, von der Plaza de Armas in der Oberstadt knapp zehn Minuten bergab.
Öffentlich: Von Donostia fährt der Bus E21 über den Flughafen direkt nach Hondarribia, Fahrzeit rund 45 Minuten. Der Topo (Euskotren E2) endet dagegen in Irun beziehungsweise Hendaia, von dort geht es mit dem Bus E25 weiter.
Auto & Parken: Von Donostia rund 25 Minuten über A-8 und N-638. Im Fischerviertel selbst ist Parken schwierig, am ehesten findet man Platz an der Alameda oder am Hafen, im Sommer früh belegt.
Weitere passende Empfehlungen an der baskischen Küste
Hondarribia: Festungsstadt und Fischerviertel – die ummauerte Altstadt, das bunte Barrio La Marina und alles, was der Ort neben der Pintxo-Straße zu bieten hat.
Izkina Jatetxea – Fisch und Meeresfrüchte in Pasai San Pedro, ohne Schnickschnack, dafür mit Ware vom Hafen nebenan.
La Lonja – gegrillter Fisch vom Holzkohlegrill direkt am Hafen von Pasaia.
Ontziola – ehrliches Menú del Día in der Hafengasse von Pasai Donibane.
Kaia-Kaipe – Fischrestaurant über dem Hafen von Getaria mit beeindruckendem Weinkeller.
Masta Taberna – kreative baskische Küche und feine Weinkarte in Zarautz.
Häufige Fragen zum Bar Sardara
Wo liegt das Bar Sardara?
An der San Pedro Kalea 12 im Barrio La Marina von Hondarribia – mitten auf der berühmten Pintxo-Straße, nur wenige Schritte vom Gran Sol entfernt.
Was bedeutet der Name „Sardara“?
Er stammt aus der Fischereitradition Hondarribias: Im Herbst steigen die Bonitos an die Oberfläche, um den Sardellenschwärmen zu folgen. An dieser „sardara“ erkannten die Fischer früher die besten Thunfische. Ein maritimer Name, passend zum alten Fischerviertel.
Ist das Sardara neu renoviert?
Ja. Nach einer Schließung wurde das Sardara 2025 unter neuer Führung komplett aufgefrischt und wiedereröffnet – mit modernem Interieur aus Holz, Stein und Beton und einer Küche, die auf saisonale Produkte und frischen Lonja-Fisch setzt.
Was sollte man im Sardara probieren?
Die warmen Pintxos aus der Küche, den prämierten „barbalada“-Pintxo und den „tako lucas“ (Taco). Sehr zu empfehlen sind außerdem die frischen Austern und ein Glas Vermut oder Txakoli dazu.
Wann hat das Sardara geöffnet?
Dienstag bis Sonntag ab 11:00 Uhr, freitags und samstags bis spät in die Nacht. Montag ist Ruhetag.

Über den Autor
Christian ist Weinhändler und Foodblogger. Auf Gozatu! schreibt er über gutes Essen und Trinken in Donostia-San Sebastián und dem Baskenland – mit Leidenschaft und Seele, immer aus erster Hand vor Ort. Mehr über Christian →


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