Die Gilda ist der berühmteste Pintxo des Baskenlands – ein Spieß aus einer Anchovis, einer eingelegten Guindilla-Pfefferschote und einer grünen Olive, entstanden in San Sebastián und benannt nach dem Hollywood-Film „Gilda“ (1946) mit Rita Hayworth.
30 Sekunden Arbeit. 100 % Donostia-Feeling
La Gilda ist der baskische Pintxo schlechthin: einfach, frech, salzig, leicht scharf, und in Sekunden zubereitet. Sie verbindet die Meeressalzigkeit bester Anchovis mit der sanften Säure eingelegter baskischer Pfefferschoten und der Fleischigkeit grüner Oliven. Ein Biss, und du verstehst sofort, warum dieser Pintxo in Donostia-San Sebastián vor jedem Essen ein Ritual ist.
Pairing?
• Ein eiskalter Manzanilla Sherry
• Ein spritziger Txakoli
• Oder ein knochentrockener Cava Brut Nature
Mehr braucht das Leben nicht.
Warum heißt sie Gilda?
Der Pintxo verdankt seinen Namen dem Hollywood-Film „Gilda“ (1946) mit Rita Hayworth. Ein Stammgast der Bar Vallés in San Sebastián soll den bereits bekannten Snack mit den Worten beschrieben haben:
„Süß, salzig und pikant – wie Gilda.“
Damit war eine kulinarische Ikone geboren, die bis heute in fast jeder Bar des Baskenlands serviert wird.

Das perfekte Gilda-Rezept
Zubereitungszeit: 30 Sekunden pro Spieß
Schwierigkeitsgrad: einfacher als Fast Food
Ergibt: 6 Gildas
Zutaten (für 6 Gildas)
- 6 grüne Oliven (mit Stein und guter Qualität)
- 6 Anchovisfilets in Olivenöl, salzig und zart
- 6 eingelegte Guindilla-Pfefferschoten (mild-pikant, typisch baskisch)
- 6 lange Holzspieße
Zubereitung
- Spieß greifen – und los geht’s.
- Olive aufstecken.
- Anchovis falten (einmal oder zweimal, je nach Länge) und auf den Spieß schieben.
- Guindilla leicht abtropfen lassen und an das Ende setzen.
- Optional: Einen Tropfen bestes Olivenöl und ein Hauch Zitrone darüber träufeln.
Fertig. Und unwiderstehlich.
Ungefähre Nährwerte je Gilda (ein Spieß): 16 kcal · 1 g Fett, davon 0,2 g gesättigte Fettsäuren · 0,5 g Kohlenhydrate · 0,3 g Ballaststoffe · 1,3 g Eiweiß · 305 mg Natrium. Die Werte sind rechnerisch ermittelt; der Natriumgehalt hängt stark von Anchovis, Olive und Guindilla ab, die alle in Salz oder Lake eingelegt sind.
Tipp für Perfektionisten
Die beste Gilda lebt von ihren Einzelteilen.
Setze ausschließlich auf:
- Grüne Oliven aus dem Mittelmeerraum
- Kleine, zarte Cantabrico-Anchovis
- Guindillas aus Ibarra (die echten, baskischen)
Mit minderwertigen Zutaten schmeckt die Gilda, wie Rita Hayworth sagen würde, nicht nach Kino, sondern nach Provinztheater.
Servieren
Kalt genießen. Am besten mit einem Glas Txakoli, leicht perlend, wie die Meeresluft Donostias. Gozatu!

Wo du die besten Gildas in Donostia bekommst
Selbst gespießt schmeckt sie gut – an der Theke schmeckt sie anders. Fast jede Bar in Donostia hat ihre eigene Version: mal mit zwei Guindillas, mal mit Boquerón statt Anchovis, mal mit einer dicken Olive aus Aragón. Welche Bars die besten spießen, steht in einem eigenen Beitrag: Die 10 besten Gildas in Donostia-San Sebastián. Einen Überblick über die Bars, in denen sich das Anstehen lohnt, gibt die Übersicht der besten Pintxos-Bars in San Sebastián.

Häufige Fragen zur Gilda
Was ist eine Gilda?
Die Gilda ist der berühmteste Pintxo des Baskenlands – ein Spieß aus einer Anchovis, einer eingelegten Guindilla-Pfefferschote und einer grünen Olive. Sie entstand in San Sebastián (Donostia), schmeckt salzig und leicht scharf und ist in Sekunden zubereitet.
Woher kommt der Name Gilda?
Der Pintxo verdankt seinen Namen dem Hollywood-Film „Gilda“ (1946) mit Rita Hayworth. Ein Stammgast der Bar Vallés in San Sebastián soll den bereits bekannten Snack mit den Worten „süß, salzig und pikant – wie Gilda“ beschrieben haben – und gab ihm so seinen Namen.
Welche Zutaten gehören in eine Gilda?
Eine klassische Gilda besteht aus einer grünen Olive, einem Anchovisfilet in Olivenöl und einer eingelegten Guindilla-Pfefferschote, aufgespießt auf einem Holzspieß. Für beste Qualität eignen sich grüne Oliven aus dem Mittelmeerraum, kleine, zarte Cantabrico-Anchovis und Guindillas aus Ibarra.
Wie macht man eine Gilda?
Eine grüne Olive auf einen Holzspieß stecken, ein Anchovisfilet ein- bis zweimal falten und aufschieben, dann eine leicht abgetropfte Guindilla ans Ende setzen. Optional mit einem Tropfen bestem Olivenöl und etwas Zitrone beträufeln – fertig in rund 30 Sekunden.
Wie isst man eine Gilda und was trinkt man dazu?
Die Gilda wird kalt genossen, am besten als Aperitif vor dem Essen. Dazu passt ein eiskalter Manzanilla Sherry, ein spritziger Txakoli oder ein knochentrockener Cava Brut Nature.
Wo wurde die Gilda in San Sebastián erfunden?
Als Ursprungsort gilt die Bar Vallés in der Calle Reyes Católicos in San Sebastián, wo der Spieß in den 1940er-Jahren seinen Namen erhielt. Die Bar existiert bis heute und gehört zu den klassischen Adressen abseits der Altstadt. Ihre Gilda kommt unverändert schlicht daher: Olive, Anchovis, Guindilla.
Woran erkennt man gute Guindillas aus Ibarra?
Gute Guindillas aus Ibarra sind hellgrün, schlank und dünnhäutig, dabei kaum schärfer als eine Paprika – die Sorte gilt als mild. Sie tragen das Eusko Label, werden von Hand geerntet und in Essig und Salz eingelegt. Vor dem Aufspießen kurz abtropfen lassen, sonst wässert die Gilda.
Warum sind Cantabrico-Anchovis für die Gilda die erste Wahl?
Anchovis aus dem Kantabrischen Meer werden im Frühjahr gefangen, wenn die Fische am fettreichsten sind, danach monatelang in Salz gereift und von Hand filetiert. Das ergibt festes, nicht zerfallendes Fleisch mit runder, tiefer Salzigkeit. Für die Gilda entscheidend, weil die Anchovis hier pur schmeckt – ohne Brot, ohne Sauce.
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Über den Autor
Christian ist Weinhändler und Foodblogger. Auf Gozatu! schreibt er über gutes Essen und Trinken in Donostia-San Sebastián und dem Baskenland – mit Leidenschaft und Seele, immer aus erster Hand vor Ort. Mehr über Christian →


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