Kräftige, sämige Fischsuppe aus Donostia mit Weißfisch, Garnelen und Venusmuscheln
Diese donostiarische Fischsuppe verbindet einen konzentrierten Gemüse-Tomaten-Ansatz mit gutem Fischfond, geröstetem Brot und einer kurz gegarten Einlage aus Fisch und Meeresfrüchten. Das Ergebnis ist aromatisch und festlich, ohne schwer zu wirken.
Vorbereitung: 35 Minuten · Zubereitung: 55 Minuten · Ergibt: 6 Portionen
Zutaten
- 1,5 l kräftiger ungesalzener Fischfond
- 300 g Seehecht- oder Seeteufelfilet, grätenfrei
- 250 g rohe Garnelen, geschält
- 400 g Venusmuscheln
- 1 Zwiebel
- 1 Stange Lauch
- 1 Möhre
- 2 Knoblauchzehen
- 250 g passierte oder geriebene Tomaten
- 80 g geröstetes Weißbrot
- 80 ml Brandy
- 1 TL mildes geräuchertes Paprikapulver
- 5 EL Olivenöl Extra Virgen
- Salz und glatte Petersilie
Zubereitung
Hinweis: Die Schrittbilder sind KI-generierte Illustrationen, keine Fotos der Zubereitung.
Schritt 1

Muscheln 30 Minuten in kaltes Salzwasser legen, danach gründlich abspülen. Fisch in mundgerechte Würfel schneiden. Garnelen trocken tupfen und alle Zutaten bereitstellen.
Schritt 2

Zwiebel, Lauch, Möhre und Knoblauch klein schneiden. Im Olivenöl mit einer Prise Salz 12 bis 15 Minuten langsam weich dünsten, ohne das Gemüse dunkel zu rösten.
Schritt 3

Tomate einrühren und 8 Minuten einkochen. Brot und Paprikapulver zufügen, Brandy angießen und 2 Minuten offen köcheln lassen, damit der Alkohol verdampft.
Schritt 4

Heißen Fischfond angießen und 25 Minuten sanft köcheln. Sehr fein pürieren und für eine besonders glatte Konsistenz durch ein Sieb streichen. Mit Salz abschmecken.
Schritt 5

Suppe nur leicht simmern lassen. Muscheln zufügen und zugedeckt 3 Minuten garen. Fisch und Garnelen ergänzen und weitere 3 bis 4 Minuten ziehen lassen. Geschlossene Muscheln entsorgen.
Schritt 6

Suppe vom Herd nehmen, eine Minute ruhen lassen und mit gehackter Petersilie bestreuen. Sehr heiß mit geröstetem Brot servieren.
Wichtige Tipps
- Fischfond nicht stundenlang kochen; 25 bis 35 Minuten genügen für einen klaren, nicht bitteren Geschmack.
- Paprikapulver nur kurz mitgaren und nicht rösten, sonst wird es bitter.
- Fisch und Garnelen erst ganz am Ende zugeben, damit sie saftig bleiben.
- Muscheln, die nach dem Garen geschlossen bleiben, nicht essen.
Nährwerte pro Portion
Etwa 330 kcal · 14 g Fett · 22 g Kohlenhydrate · 27 g Eiweiß je Portion. Die Werte sind Näherungswerte.
Dazu trinken
Ein trockener, zitrischer Getariako Txakolina passt zu Fisch, Muscheln und der tomatigen Würze.
Herkunft und Einordnung
Kräftige Fischsuppen gehören zur Küche der baskischen Hafenstädte. Die donostiarische Fassung wird häufig mit einem gebundenen Gemüse-Tomaten-Ansatz, Fischfond, Brot, Brandy und einer Einlage aus Fisch und Meeresfrüchten zubereitet. Familien- und Restaurantrezepte variieren je nach Fang.
Faktencheck und Quellen
Zutaten, Mengenverhältnisse und Technik wurden mit der Martin-Berasategui-Fassung der Sopa de Pescado a la Donostiarra und einer weiteren dokumentierten Rezeptversion abgeglichen. Quellen: dokumentierte Berasategui-Fassung und weitere Berasategui-Fischsuppe.
Häufig gestellte Fragen zu Sopa de Pescado a la Donostiarra
Welcher Fisch eignet sich für die Suppe?
Fester Weißfisch wie Seehecht oder Seeteufel eignet sich besonders gut. Wichtig sind grätenfreie, gleichmäßig große Stücke.
Kann ich fertigen Fischfond verwenden?
Ja. Einen hochwertigen, möglichst ungesalzenen Fond wählen und die Suppe erst am Ende salzen.
Kann die Suppe vorbereitet werden?
Die pürierte Basis lässt sich am Vortag kochen. Fisch, Garnelen und Muscheln erst beim Erwärmen frisch zugeben.
Warum kommt Brot in die Suppe?
Geröstetes Brot bindet die Suppenbasis auf traditionelle, natürliche Weise und verleiht ihr Körper.
Kann ich die Venusmuscheln ersetzen?
Miesmuscheln sind eine passende Alternative. Sie ebenfalls nur so lange garen, bis sie sich öffnen, und geschlossen gebliebene Exemplare entsorgen.
Wie wird die Fischsuppe besonders fein?
Die gekochte Suppenbasis gründlich pürieren und anschließend durch ein feines Sieb streichen. Fisch und Meeresfrüchte erst danach zugeben.
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Über den Autor
Christian ist Weinhändler und Foodblogger. Die Rezepte auf Gozatu! stammen aus der Barküche des Baskenlands, die er vor Ort kennengelernt hat. Mehr über Christian →


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