Zarte kleine Tintenfische mit reichlich langsam geschmorten Zwiebeln und grüner Paprika
Txipirones a lo Pelayo sind ein Klassiker der Küste von Gipuzkoa. Anders als Tintenfische in ihrer Tinte werden sie hell serviert: kurz angebraten und mit einer üppigen, seidig geschmorten Mischung aus Zwiebeln und grüner Paprika verbunden.
Vorbereitung: 30 Minuten · Zubereitung: 55 Minuten · Ergibt: 4 Portionen
Zutaten
- 800 g kleine Tintenfische, küchenfertig, mit Tentakeln
- 4 große weiße Zwiebeln oder milde Frühlingszwiebeln
- 2 grüne Spitzpaprika
- 2 Knoblauchzehen
- 100 ml trockener Txakoli oder trockener Weißwein
- 6 EL Olivenöl Extra Virgen
- Salz
- Etwas glatte Petersilie
Zubereitung
Hinweis: Die Schrittbilder sind KI-generierte Illustrationen, keine Fotos der Zubereitung.
Schritt 1

Tintenfische innen und außen säubern, das durchsichtige Schwert entfernen und kalt abspülen. Tuben und Tentakel sehr sorgfältig trocken tupfen.
Schritt 2

Zwiebeln halbieren und in dünne Streifen schneiden. Paprika entkernen und ebenfalls längs in feine Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken.
Schritt 3

Vier Esslöffel Öl in einer breiten Pfanne erhitzen. Zwiebeln, Paprika, Knoblauch und eine Prise Salz bei niedriger bis mittlerer Hitze 35 bis 45 Minuten weich und leicht goldgelb schmoren.
Schritt 4

Eine zweite schwere Pfanne sehr heiß werden lassen. Restliches Öl zufügen und die Tintenfische portionsweise je etwa 60 bis 90 Sekunden kräftig anbraten. Leicht salzen und herausnehmen.
Schritt 5

Alle Tintenfische zum geschmorten Gemüse geben. Txakoli angießen und bei mittlerer Hitze 3 bis 5 Minuten einkochen, bis die Flüssigkeit leicht bindet.
Schritt 6

Vom Herd nehmen, 3 Minuten ruhen lassen und mit Salz abschmecken. Mit gehackter Petersilie bestreuen und sofort mit Brot servieren.
Wichtige Tipps
- Die Tintenfische müssen vor dem Braten wirklich trocken sein, sonst ziehen sie Wasser.
- Pfanne nicht überfüllen: in zwei oder drei Portionen braten.
- Zwiebeln langsam garen; sie sollen weich und süß, aber nicht dunkel karamellisiert sein.
- Tintenfisch wird zart, wenn er sehr kurz oder sehr lange gart. Die kurze Methode passt hier am besten.
Nährwerte pro Portion
Etwa 390 kcal · 21 g Fett · 17 g Kohlenhydrate · 31 g Eiweiß je Portion. Die Werte sind Näherungswerte.
Dazu trinken
Ein gut gekühlter Getariako Txakolina greift die Küstenherkunft auf und balanciert die Süße der Zwiebeln.
Herkunft und Einordnung
Die verbreitetste Herkunftserzählung führt das Gericht in die 1920er-Jahre und in eine Gaststätte namens Casa Pelayo in Getaria zurück. Vollständig dokumentiert ist diese Geschichte nicht; gesichert ist die heutige Einordnung als baskischer Küstenklassiker mit weich geschmorten Zwiebeln und grüner Paprika.
Faktencheck und Quellen
Zutatenkern, Technik und Herkunft wurden mit El Comidista/El País sowie aktuellen Rezeptfassungen von Joseba Arguiñano/Hogarmania abgeglichen. Quellen: El Comidista/El País und Hogarmania.
Häufig gestellte Fragen zu Txipirones a lo Pelayo
Was bedeutet Txipirones?
Txipirones ist im Baskenland die gebräuchliche Bezeichnung für kleine Tintenfische beziehungsweise kleine Kalmare.
Warum werden die Zwiebeln so lange gegart?
Durch das langsame Schmoren werden sie weich, süß und seidig, ohne bitter zu rösten. Diese Gemüsemenge bildet die eigentliche Sauce.
Kann ich tiefgekühlte Tintenfische verwenden?
Ja. Langsam im Kühlschrank auftauen, abspülen und besonders gründlich trocken tupfen.
Kann man das Gericht vorbereiten?
Die Zwiebel-Paprika-Mischung lässt sich am Vortag zubereiten. Die Tintenfische erst unmittelbar vor dem Essen braten und kurz damit verbinden.
Müssen die kleinen Tintenfische gefüllt werden?
Nein. Für diese unkomplizierte Fassung werden Tuben und Tentakel gemeinsam angebraten. Sehr kleine Tuben können jedoch mit den eigenen Tentakeln gefüllt werden.
Wie verhindert man zähe Tintenfische?
Die gut getrockneten Tintenfische portionsweise in einer sehr heißen Pfanne nur kurz anbraten und anschließend lediglich wenige Minuten mit dem Gemüse verbinden.
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Über den Autor
Christian ist Weinhändler und Foodblogger. Die Rezepte auf Gozatu! stammen aus der Barküche des Baskenlands, die er vor Ort kennengelernt hat. Mehr über Christian →


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