Gebratene Champignons mit Knoblauch, Petersilie und Weißwein auf Brot
Der Champignon-Pintxo lebt von kräftiger Hitze und einer glänzenden Sauce, die sich im gerösteten Brot sammelt. Kleine ganze Champignons bleiben saftig; Knoblauch, Petersilie und ein Schuss Weißwein geben ihnen die typische Barwürze. In der Parte Vieja von Donostia-San Sebastián gehört er zu den wenigen warmen Pintxos, die praktisch an jeder Theke stehen.
Vorbereitung: 15 Minuten
Zubereitung: 15 Minuten
Ergibt: 12 Pintxos
Zutaten (für 12 Pintxos)
- 24 kleine feste Champignons
- 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 100 ml trockener Weißwein
- 4 EL Olivenöl Extra Virgen
- 3 EL gehackte glatte Petersilie
- Salz
- 12 Scheiben Baguette
Zubereitung
Schritt 1

Champignons mit einem Tuch oder Pinsel säubern und die Stielenden knapp abschneiden. Nicht in Wasser einweichen.
Schritt 2

Brot rösten und auf einer Platte bereitlegen.
Schritt 3

Eine große Pfanne stark erhitzen. Champignons in Olivenöl zunächst ohne Salz kräftig anbraten, bis sie rundum Farbe bekommen.
Schritt 4

Hitze reduzieren, Knoblauch kurz mitbraten und mit Weißwein ablöschen. 3–4 Minuten einkochen, bis eine konzentrierte, glänzende Sauce entsteht. Salzen und Petersilie einrühren.
Schritt 5

Je zwei Champignons mit etwas Sauce auf eine Brotscheibe setzen, mit einem Spieß fixieren und heiß servieren.
Anrichten und die wichtigsten Tipps
- Die Pfanne nicht überfüllen, sonst kochen die Pilze im eigenen Wasser statt zu braten. Lieber in zwei Durchgängen arbeiten.
- Erst zum Schluss salzen, damit die Champignons kein Wasser ziehen und besser bräunen.
- Der Knoblauch darf nicht dunkel werden – er kommt erst nach dem Anbraten in die Pfanne.
- Champignons mit geschlossenem Hut kaufen: Sind die Lamellen sichtbar, sind die Pilze schon zu weit und werden beim Braten grau.
- Das Brot dick genug schneiden, damit es die Sauce aufnimmt, ohne durchzuweichen.
- Sofort servieren. Stehen die Pintxos, verliert die Sauce ihren Glanz und das Brot wird weich.
Ungefähre Nährwerte je Pintxo (zwei Champignons mit Sauce auf einer Brotscheibe): 120 kcal · 5 g Fett, davon 0,7 g gesättigte Fettsäuren · 13 g Kohlenhydrate · 3 g Eiweiß · 0 mg Cholesterin · 200 mg Natrium. Die Werte sind rechnerisch ermittelt und schwanken je nach Brot und aufgenommener Ölmenge.
Dazu trinken
Ein junger Txakoli passt zur erdigen Pilznote und nimmt dem Knoblauch die Schärfe. Zum Aperitif funktioniert auch roter Vermut auf Eis, wie ihn viele Bars in der Parte Vieja am frühen Abend ausschenken.
Herkunft und Geschichte
Champignon-Spieße und gebratene Champignons gehören zu den bekanntesten warmen Pintxos der Parte Vieja. Sie sind ein Kind der Zeit, als Pintxos noch schnelle Barküche waren: wenige Zutaten, eine heiße Pfanne, alles in Minuten fertig. Der offizielle Pintxo-Guide der Stadt nennt für die Champignon-Variante unter anderem Tamboril und La Cepa. Die genaue Würzung ist überall Hausrezept – hier steht eine nachvollziehbare Version für die eigene Küche.
Wo du Champiñones al Ajillo in Donostia isst
Die klassische Adresse ist die Bar Tamboril an der Plaza de la Constitución, wo der Champignon-Spieß seit Jahrzehnten zum Standardrepertoire gehört. Auch im Bar Martínez in der Calle 31 de Agosto stehen warme Pilz-Pintxos auf der Karte. Weitere Adressen und Preise stehen im Überblick zu Pintxos in San Sebastián.
Häufig gestellte Fragen zu Champiñones al Ajillo
Muss man Champignons schälen?
Nein. Trockenes Putzen mit Tuch oder Pinsel genügt und bewahrt Aroma und Textur. Gewaschene Pilze saugen sich mit Wasser voll und braten dann nicht mehr richtig an.
Warum werden meine Champignons grau statt goldbraun?
Meist sind es drei Gründe: zu wenig Hitze, zu volle Pfanne oder zu frühes Salzen. Alle drei führen dazu, dass die Pilze Wasser abgeben und darin dünsten, statt Röstaromen zu entwickeln.
Welcher Weißwein eignet sich zum Ablöschen?
Ein trockener, nicht zu aromatischer Weißwein. Txakoli funktioniert gut, weil seine Säure die Sauce frisch hält. Barrique-betonte Weine passen nicht, ihr Holzton dominiert das Gericht.
Kann man die Pintxos vorbereiten?
Nur begrenzt. Putzen, Hacken und Brotrösten lassen sich gut vorziehen, gebraten wird direkt vor dem Servieren. Aufgewärmte Champignons verlieren Biss und Glanz.
Gehen auch andere Pilze?
Ja. Im Herbst werden im Baskenland gern Steinpilze oder Perretxikos auf dieselbe Weise gebraten. Sie brauchen weniger Zeit in der Pfanne und vertragen weniger Knoblauch, weil ihr Eigengeschmack feiner ist.
Braucht man den Holzspieß wirklich?
Praktisch ja – er hält die Champignons auf dem Brot und macht aus der Beilage einen Pintxo. Genau daher kommt der Name: pintxo bedeutet so viel wie Spieß oder Stachel.
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Über den Autor
Christian ist Weinhändler und Foodblogger. Auf Gozatu! schreibt er über gutes Essen und Trinken in Donostia-San Sebastián und dem Baskenland – mit Leidenschaft und Seele, immer aus erster Hand vor Ort. Mehr über Christian →


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