Emi X San Sebastián: japanische Hausmannskost in der Parte Vieja

Köchin Emi in weißer Kochjacke und ihr Mann mit Schürze vor dem Plakat mit den Signature Dishes an der orangefarbenen Wand von Emi X

Emi X ist eine japanische Gastronomic Bar in der Aldamar Kalea 12 am Rand der Parte Vieja. Die japanische Köchin Emi hat das Lokal am 4. Oktober 2026 eröffnet und kocht hausgemacht und authentisch japanisch, verbunden mit baskischen Produkten. Zum Start gibt es mittags zwei Menüs für je 17 € (Eröffnungspreis, regulär 22 €). Ich hatte das Menú A mit Tonjiru, der japanischen Miso-Suppe mit Schweinefleisch, Dashi-Reis und drei Beilagen, darunter Schwein von Maskarada im Shabu-Shabu-Stil. Zuletzt besucht im Oktober 2026.

Emi X auf einen Blick

  • Name: Emi X – Gastronomic Bar
  • Typ: Japanische Bar mit Mittagsmenüs, Pintxos und Abendservice geplant
  • Küche: Japanisch, hausgemacht, mit baskischen Produkten
  • Spezialität: Tonjiru, Gilda japonesa, Torimiso, Beets on Beets
  • Stadtteil: Parte Vieja
  • Probiert: Menú A mit Tonjiru, Dashi-Reis und drei Beilagen (17 €)
  • Preisniveau: €€
  • Öffnungszeiten: Mo–Di, Fr–So 13:00–16:00 · Mi–Do geschlossen
  • Adresse: Aldamar Kalea 12, 20003 Donostia-San Sebastián
  • Zuletzt besucht: Oktober 2026

Emi und ihre japanische Küche in der Parte Vieja

Hinter dem Namen steht Emi, eine japanische Köchin mit Gastronomie im Blut: Ihre Eltern führten 50 Jahre lang ein Restaurant in Tokio, und auch Emi war ihr Leben lang in Restaurants tätig. Sie lebte in Tokio, auf Hawaii und mit ihrem Mann in Barcelona. Im Dezember 2025 kam sie zum ersten Mal nach Donostia-San Sebastián und verliebte sich sofort in die Stadt – hier fühlt sie sich so zu Hause wie nie zuvor an einem anderen Ort. In San Sebastián hat sie sich ihren lang ersehnten Wunsch erfüllt: ein eigenes Restaurant. Das X im Namen steht für die Verbindung: Auf den Karten heißt es „日本 × バスク“, Japan × Baskenland. Zur Eröffnung am 4. Oktober 2026 kochte und bediente Emi laut Aushang noch ganz allein – sie habe es so eilig gehabt, ihr Essen zu teilen, dass sie aufgemacht habe, bevor ihr Team komplett war. Ihr Spanisch sei noch „auf dem Niveau eines Babys“, schreibt sie mit Humor an die Tür.

Das Lokal ist modern und zweckmäßig eingerichtet, die Wände leuchten orange und dunkelblau, im Hintergrund läuft Free Jazz. Vorne liegt ein schlauchartiger Eingangsbereich mit vier Tischen an der rechten Seite, dahinter folgt eine größere Bar, an die sich noch einige Tische mit Sitzplätzen anschließen. Ab November 2026 sollen Signature-Pintxos und eigene Cocktails dazukommen, die Emi gerade noch kreiert, dazu ein Abendservice.

Theke von Emi X mit hängenden Gläsern, Weinflaschen auf dem Regal darüber, Kaffeemaschine und orangefarbenen Wänden im Hintergrund
Die Theke von Emi X in der Aldamar Kalea.

Zwei Mittagsmenüs: Tonjiru oder Somen

Mittags von 13 bis 16 Uhr gibt es zwei Menüs, jeweils 17 € zum Eröffnungspreis. Das Menú A besteht aus Tonjiru, Dashi-Reis, drei saisonalen Beilagen nach Wahl und Pickles. Das Menú B bringt Somen, dünne japanische Weizennudeln, mit zartem Huhn, Gemüse, Ei und Yuzu Kosho in japanischer Hühnerbrühe, dazu ein Onigiri mit Torimiso, also Reisball mit Hühnchen-Miso, und eingelegten Ingwer. Laut Karte enthält die Brühe auch Fischfond.

Die Beilagen wechseln täglich und werden am Tisch ausführlich und liebevoll erklärt. An meinem Besuchstag standen unter anderem Champiñones al ajillo mit Sansho, dem zitronigen japanischen Pfeffer, im Ofen gebackene Bohnen mit Schneckenbutter, ein lauwarmer Lauchsalat mit Ingwerdressing, grüne Bohnen mit süßer Erdnusssauce, Tamagoyaki mit Möhre und Thunfisch, süß-scharfes Tori Miso, Spinat-Ohitashi in Dashi und Schwein von Maskarada im Shabu-Shabu-Stil zur Wahl.

Holztablett mit acht kleinen Schalen: Lauch, Pilze, Bohnen, Champiñones, Spinat, grüne Bohnen mit Sesam, Tori Miso und Tamagoyaki in der Mitte
Die Beilagen des Tages zur Auswahl, in der Mitte das Tamagoyaki.

Tonjiru: die japanische Porrusalda

Tonjiru ist die Suppe, die in japanischen Haushalten täglich gekocht wird: Schweinefleisch, Wurzelgemüse und Miso, langsam gegart. Emi zieht auf ihrer Karte selbst den Vergleich zum Baskenland – jeder Baske erkenne die Wärme sofort wieder, wie bei der Porrusalda, der Garbure aus dem Iparralde oder dem Eintopf der Großmutter. In meiner Schale schwammen zartes Schweinefleisch, Kartoffeln und Möhren in einer kräftigen Miso-Brühe.

Dazu wählte ich drei Beilagen: das Maskarada-Schwein im Shabu-Shabu-Stil, den lauwarmen Lauchsalat mit Ingwerdressing und die grünen Bohnen mit süßer Erdnusssauce. Dazu kamen Dashi-Reis und eingelegte Gurken. Alles hausgemacht, alles authentisch japanisch.

Tablett mit Tonjiru in großer Schale, Dashi-Reis, eingelegten Gurken, Maskarada-Schwein, lauwarmem Lauch und grünen Bohnen in Erdnusssauce
Menú A: Tonjiru, Dashi-Reis, Pickles und drei Beilagen, 17 € zum Eröffnungspreis.

Zum Abschluss kam noch ein kleines süßes An-Butter-Bun auf den Tisch, ein Klassiker japanischer Bäckereien: ein weiches Mini-Milchbrötchen, gefüllt mit Anko, der süßen roten Bohnenpaste, und einer Scheibe Butter.

Kleines weiches Milchbrötchen, gefüllt mit dunkler süßer Bohnenpaste und einer Scheibe Butter, auf einem weißen Teller
Zum Abschluss: ein süßes Mini-An-Butter-Bun mit roter Bohnenpaste und Butter.

Schwein von Maskarada aus Lekunberri

Das Schweinefleisch stammt von Maskarada in Lekunberri im Norden Navarras. José Ignacio Jauregui züchtet dort das Euskal Txerri, das baskische Schwein, auch Pío negro genannt, frei auf seinem Hof im Valle de Larraun am Fuß des Aralar. Laut Emi X gab es in den 1920er-Jahren rund 100.000 baskische Schweine, 1985 waren es nur noch 25 – verdrängt vom produktiveren weißen Schwein. Jauregui und Maskarada haben die Rasse gerettet. Das Hoflokal von Maskarada führt der Guide Michelin 2026 mit einem Bib Gourmand.

Auf einem Wandplakat zeigt Emi X die Signature-Gerichte des Hauses: Tonjiru, eine Gilda japonesa, Torimiso und „Beets on Beets“ mit Roter Bete.

🗣️ Mein Eindruck vor Ort

Alles ist hausgemacht und authentisch japanisch. Die Beilagen werden einem zunächst liebevoll und detailliert am Tisch erklärt. Emi-san schaut auch persönlich vorbei, erkundigt sich nach dem Wohlergehen und verschwindet mit einer leichten Verbeugung so geschwind und unauffällig, wie sie gekommen ist.

Im Gegensatz zu den vielen gesichtslosen Sushi-Neueröffnungen ist Emi X eine wirklich tolle kulinarische Bereicherung für die Stadt.

📍 Emi X – Gastronomic Bar, Aldamar Kalea 12, 20003 Donostia-San Sebastián

🕐 Öffnungszeiten

Montag – Dienstag13:00 – 16:00 Uhr
Mittwoch – DonnerstagGeschlossen
Freitag – Sonntag13:00 – 16:00 Uhr

Startphase: nur Mittagsservice, Abendservice angekündigt. Stand: Oktober 2026.

🗺️ Lage & Anfahrt

Zu Fuß: Emi X liegt in der Aldamar Kalea am östlichen Rand der Parte Vieja. Zur Plaza de la Constitución sind es nach Karte rund drei Minuten, über die Zurriola-Brücke zum Kursaal etwa fünf Minuten, zum Bahnhof Donostia (Renfe) rund 13 Minuten.

Öffentlich: Die Bushaltestellen am Boulevard und an der Zurriola-Brücke liegen in Laufnähe.

Auto & Parken: Die Parte Vieja ist weitgehend verkehrsberuhigt. Am nächsten liegen die Parkhäuser am Boulevard und am Kursaal.

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Entfernung Luftlinie. Alle Lokale habe ich selbst besucht.


Häufig gestellte Fragen zu Emi X

Wo liegt Emi X in San Sebastián?

Emi X liegt in der Aldamar Kalea 12, 20003 Donostia-San Sebastián, am östlichen Rand der Parte Vieja. Zur Plaza de la Constitución sind es nach Karte rund drei Minuten zu Fuß, über die Zurriola-Brücke zum Kursaal etwa fünf Minuten. Bushaltestellen am Boulevard und an der Brücke liegen in Laufnähe.

Was gibt es bei Emi X zu essen?

Emi X serviert hausgemachte japanische Küche mit baskischen Produkten. Seit der Eröffnung am 4. Oktober 2026 gibt es mittags zwei Menüs: Tonjiru mit Dashi-Reis und drei Beilagen oder Somen-Nudeln in Hühnerbrühe mit Onigiri, beide für 17 € zum Eröffnungspreis. Ab November 2026 sollen Signature-Pintxos, eigene Cocktails und ein Abendservice folgen.

Was ist Tonjiru?

Tonjiru ist eine japanische Miso-Suppe mit Schweinefleisch und Wurzelgemüse, die in Japan täglich zu Hause gekocht wird. Bei Emi X kommt das Fleisch vom baskischen Schwein Euskal Txerri der Zucht Maskarada aus Lekunberri. Die Köchin vergleicht die wärmende Suppe selbst mit der baskischen Porrusalda und der Garbure aus dem Iparralde.

Wer kocht bei Emi X?

Bei Emi X kocht die japanische Köchin Emi. Ihre Eltern führten 50 Jahre lang ein Restaurant in Tokio, sie selbst war immer in Restaurants tätig und lebte in Tokio, auf Hawaii und in Barcelona. Bei ihrem ersten Besuch im Dezember 2025 verliebte sie sich in San Sebastián und eröffnete hier am 4. Oktober 2026 ihr lang ersehntes eigenes Restaurant.

Woher kommt das Schweinefleisch bei Emi X?

Das Schweinefleisch kommt von Maskarada in Lekunberri in Navarra. José Ignacio Jauregui züchtet dort das baskische Schwein Euskal Txerri, auch Pío negro genannt, frei am Fuß des Aralar und hat die fast ausgestorbene Rasse gerettet. Das Hoflokal von Maskarada trägt im Guide Michelin 2026 einen Bib Gourmand.

Wann hat Emi X geöffnet?

Montag und Dienstag und Freitag bis Sonntag von 13:00 bis 16:00 Uhr. Mittwoch und Donnerstag sind Ruhetage. Derzeit gibt es nur Mittagsmenüs, ein Abendservice ist angekündigt.

Christian Fenske, Weinhändler & Foodblogger von Gozatu!

Über den Autor

Christian ist Weinhändler und Foodblogger. Auf Gozatu! schreibt er über gutes Essen und Trinken in Donostia-San Sebastián und dem Baskenland – mit Leidenschaft und Seele, immer aus erster Hand vor Ort. Mehr über Christian →

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